Mit individueller Pädagogik viel erreichen

Netzwerktreffen Intensivbetreuung 2018
Organisatoren und Referenten des Netzwerktreffens stellen sich zum Gruppenfoto, (v.l.): Barbara Jäger, Heiner Bartelt, Cornelia Heemann, Marita John, Henning Michels, Magarete Naerger, Andreas Müller, Wiebke Dohemann, Dr. Jan Glasenapp und Gero Sauer

11. Dezember 2018

Kinderhaus Bochum stellte beim Netzwerktreffen Intensivbetreuung sein besonderes Konzept vor. Über 100 Fachleute aus ganz Deutschland dabei

Über 100 Fachleute aus Einrichtungen der Behindertenhilfe aus ganz Deutschland haben sich bei einem Fachtag mit Chancen und Risiken der Intensivbetreuung in Regelgruppen auseinandergesetzt. Das 13. Netzwerktreffen Intensivbetreuung wurde vom Kinderhaus Bochum ausgerichtet, das dabei auch sein besonderes Konzept vorstellte.

Im Kinderhaus Bochum leben 24 Kinder und Jugendliche mit einer geistigen oder mehrfachen Behinderung. Zum Konzept der Einrichtung, die im September 2018 ihr zehnjähriges Jubiläum feiern konnte, gehört der besondere Ansatz, Kinder und Jugendliche unabhängig von ihrem Begleitungsbedarf aufzunehmen, und den betroffenen Familien aus dem Raum Bochum ein grundsätzliches Unterstützungsangebot zu machen. Das führt dazu, dass im Kinderhaus junge Menschen mit sehr unterschiedlichem Hilfe- und Begleitungsbedarf in den drei Wohngruppen leben.

„Die Pädagogik muss individuell auf das Kind und die Familie abgestimmt sein, dann kann man in einer heterogenen Gruppe sehr viel erreichen“, erläutert Einrichtungsleiterin Cornelia Heemann. Das gemeinsame Wohnen und Leben von Kindern und Jugendlichen mit schweren mehrfachen Behinderungen einerseits und herausforderndem Verhalten andererseits bringt im Alltag viele Anforderungen, aber auch Chancen zu Teilhabe und Inklusion mit sich. Die dafür erforderliche individuelle Betreuung muss freilich auch finanziert werden, betonte Cornelia Heemann. Chancen und Risiken einer Intensivbetreuung in heterogenen Gruppen wurden bei einer Podiumsdiskussion und anschließend in mehreren Workshops eingehend diskutiert.

Das Netzwerk Intensivbetreuung ist ein Zusammenschluss von Fachkräften aus unterschiedlichen Einrichtungen der Behindertenhilfe, die sich über Möglichkeiten und Grenzen der Begleitung von Menschen mit schwerwiegend herausforderndem Verhalten und / oder psychischen Störungen austauschen wollen.

Zurück zur vorherigen Seite