Weniger ist mehr

Unsere Einrichtung bemüht sich Lösungsansätze und Methoden zu erarbeiten, die auch (noch) nicht wieder abstinent lebenden Menschen die Rückkehr zu einem überleben sichernden, gesundheitsfördernden Lebensstil ermöglichen soll.
Abstinenz ist daher im Wohnheim Hustadtring keine Aufnahmevoraussetzung, sondern kann ein Bestandteil der mit jedem Bewohner erarbeiteten Zielvereinbarung sein.

Auf der Grundlage unseres lösungsorientierten Arbeitsansatzes und verbindlicher individueller personenbezogener Absprachen mit dem Bewohner unter Einbeziehung des behandelnden Arztes kann ein kontrollierter Alkoholgebrauch vereinbart werden.
Ausgehend von der Annahme, dass jeder Bewohner genügend Ressourcen, Fähigkeiten und Erfahrungen hat, Lösungen für individuelle Problemlagen zu finden, sehen wir es als unsere Aufgabe an, adäquate Lösungen mit und für den Bewohner zu erarbeiten und Wahlmöglichkeiten zu schaffen.

Es zeigt sich, dass eine zentrale Zielsetzung für viele unserer Bewohner darin besteht, zunächst in ihrem Trinkverhalten wieder Wahlmöglichkeiten zu erlangen und sich darüber als entscheidungsfähig zu erleben.
Bei allen Vereinbarungen wird Folgendes beachtet:

  • der Alkoholkonsum darf nicht akut medizinisch bedrohlich sein
  • die Teilnahme an der Tagesstruktur soll möglich sein
  • die allgemeinen Absprachen im Haus sollen beachtet werden.

Interventionsmöglichkeiten bei übermäßigem Alkoholkonsum

Zuerst wird mit dem jeweiligen Bewohner nach Möglichkeiten gesucht, die Trinkmenge zu reduzieren.
Falls dies erfolglos bleibt, wird die Art und Form der Unterstützung durch die Mitarbeiter ausgehandelt und vereinbart, zum Beispiel eine Verstärkung des Beziehungs- oder Beschäftigungsangebotes, das Führen eines Trinktagebuches, die Einteilung des Alkohols durch die Mitarbeiter, die Regulierung durch Geldeinteilung oder andere individuelle Vereinbarungen.

Bleiben auch diese Interventionen wirkungslos, erfolgt eine Einweisung ins Krankenhaus zur stationären Entgiftung.

Unsere bisherigen Erfahrungen haben gezeigt, dass eine personenbezogene, individuelle Herangehensweise und weit gefächerte Interventionen den meisten Erfolg versprechen. Ausschlaggebend für die Wahl der jeweiligen Intervention können sein: Gesundheitszustand, Steuerungsfähigkeit, Kooperationsbereitschaft, Zuverlässigkeit, Sozialverhalten und Rückfallerfahrungen.

Kontakt

Hustadtring 159
44801 Bochum
Telefon 0234 29873-0
Telefax 0234 29873-29

Kontaktformular des Wohnheimes Hustadtring

Flyer zum Download

Hier finden Sie den Flyer des Wohnheims Hustadtring zum Download (PDF, 350 KB)

Jahresbericht

Jahresbericht 2017 (PDF, 313 KB)