Corona-Pandemie: Informationen für Klientinnen und Klienten

Corona

Im Ev. Beratungszentrum bieten wir Ihnen weiterhin Beratungsgespräche in unseren Räumlichkeiten an.

Voraussetzungen dafür sind:

  • Sie haben keinerlei Krankheitssymptome wie Husten, Fieber, Kurzatmigkeit, Muskel- /Gelenkschmerzen, Halsschmerzen, Kopfschmerzen, Übelkeit/Erbrechen, verstopfte Nase, Durchfall.
  • Sie hatten in den letzten 14 Tagen keinen Kontakt zu einer an Covid-19 erkrankten Person.
  • Sie kommen pünktlich zum vereinbarten Termin, das heißt genau zur festgelegten Zeit.
  • Sie halten mindestens 1,5 Meter Abstand zur nächsten Person ein.
  • Sie verlassen nach dem Termin unmittelbar die Etage über ein anderes Treppenhaus.

Wir unterstützen Sie bei der Einhaltung der Schutzmaßnahmen:

  • Im Eingangsbereich steht für Sie ein Mittel zur Händedesinfektion bereit.
  • Wir haben in der 4. Etage drei Warteplätze für Sie eingerichtet - für jeweils eine Person oder zwei Personen aus einem Haushalt. Sie befinden sich im Bereich zwischen Sekretariat und Aufzug, vor der Glastür im Treppenhaus, auf dem Treppenabsatz darunter. Dort werden Sie abgeholt. Der Wartebereich ist geschlossen.
  • Zum gleichen Zeitpunkt können maximal drei Beratungsgespräche starten.
  • Während der Gespräche halten wir den vorgeschriebenen Abstand ein und lüften den Raum regelmäßig.
  • Wir bieten Ihnen alternativ auch Telefontermine an, wenn Sie beispielsweise zu einer besonderen Risikogruppe gehören.

Was benötigen wir von Ihnen?

  • Sie kommen allein zum Gespräch oder mit den Personen, für die der Termin auch vereinbart wurde. Sie können nicht spontan noch jemanden mitbringen, auch keine Kinder oder Betreuungspersonen. Ein Aufenthaltsraum steht nicht zur Verfügung.
  • Sie informieren uns telefonisch umgehend über mögliche Risikobegegnungen, auch wenn die Kontaktperson nur vorsorglich in Quarantäne geht, auf ein Testergebnis wartet oder aus einem Risikogebiet eingereist ist.
  • Alle Rückfragen oder Änderungen der Absprachen erfolgen mit dem jeweils zuständigen Berater oder der Beraterin.

Hilfreich ist es, wenn Sie eine Mobilnummer angeben können, unter der Sie unmittelbar vor dem Termin erreichbar sind, so dass wir Sie über eventuelle Verzögerungen informieren können.
Uns liegen Gesundheit und Sicherheit unserer Klientinnen und Klienten, unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Herzen. Wir bitten Sie um Verständnis für Unannehmlichkeiten. Dies ist den aktuellen Regeln im Kontakt mit anderen Personen geschuldet. Wir sind bemüht, einen guten Kompromiss zwischen Kontaktmöglichkeit und Schutz zu finden.

Ihr Team im Ev. Beratungszentrum

Wege aus der Gewalt

Domestic violance

Gibt es Gewalt in Ihrer Partnerschaft oder Familie? Wir können Ihnen Wege zeigen, wie Sie sich und Angehörige daraus befreien. Das Ev. Beratungszentrum unterstützt in solchen Fällen Frauen, aber auch Männer, die Opfer häuslicher Gewalt geworden sind.

Wir informieren Sie über die rechtlichen Möglichkeiten nach Gewaltschutzgesetz (GewSchG), unterstützen bei weiterem Hilfebedarf und eventuell notwendiger Sicherheitsplanung. Wir klären den Kontext der Gewaltsituation und beraten über diese hinaus.

Opfer häuslicher Gewalt empfinden ihre Situation oftmals als ausweglos: Wo sie Geborgenheit erwarten, erleben sie Gewalt, denn der Täter ist oder war ein geliebter Mensch. Bedrohung, Isolation und Kontrolle durch den gewalttätigen Partner verunsichern und erschüttern das Selbstwertgefühl. Häufig sind Kinder betroffen; deshalb geht mit allen Folgeentscheidungen häufig die Sorge einher, den Kindern "einen Elternteil wegzunehmen", falls es  zur Trennung kommt. Oftmals bestehen finanzielle Abhängigkeiten zwischen Opfer und Täter, was den Schritt zur Trennung erschwert.

Häusliche Gewalt umfasst alle Formen physischer, sexueller und/oder psychischer Gewalt zwischen erwachsenen Personen in häuslicher Gemeinschaft, ohne Rücksicht auf ein spezielles, sie verbindendes Rechtsverhältnis (z.B. Ehe, Partnerschaft), auf das Geschlecht, die sexuelle Orientierung oder das Alter. Da es sich um Übergriffe handelt, die aus der Beziehung "häusliche Gemeinschaft" resultieren, ist der Ort des Geschehens unbeachtlich. In den häufigsten Fällen ist jedoch die Wohnung Tatort. Aber auch Bereiche, die außerhalb der Wohnung liegen, z.B. Kindereinrichtungen, Straße, Geschäfte und Arbeitsstellen, können Tatort sein.

Häusliche Gewalt hat vielfältige Erscheinungsformen: Sie reichen von subtilen Formen der Gewaltausübung durch Verhaltensweisen, die Bedürfnisse und Befindlichkeiten der Geschädigten/des Geschädigten ignorieren, über Demütigungen, Beleidigungen und Einschüchterungen sowie psychischen, physischen und sexuellen Misshandlungen bis hin zu Vergewaltigungen und Tötungen.  Kinder, die Gewalt gegen Mutter oder Vater erleben, tragen fast immer seelische und häufig auch körperliche Spuren wie Schlaflosigkeit oder Konzentrationsstörungen davon. Die Folgen variieren, je nachdem ob die Kinder Zeugen der Gewalttaten sind oder selbst misshandelt werden, wie viel Zeit seit der miterlebten Gewalttat vergangen ist und mit welchen Maßnahmen die akute Situation gelöst wurde.

In den meisten Fällen geht Gewalt gegen Frauen von Männern aus, die ihrem Opfer nahe stehen. Jede vierte Frau im Alter von 16 bis 85 Jahren wurde bereits einmal in ihrem Leben von ihrem Lebensgefährten oder Ex-Lebensgefährten misshandelt. Häusliche Gewalt ist sowohl körperlich als auch seelisch besonders belastend, weil sie zu Hause stattfindet – an einem Ort, der eigentlich Schutz und Geborgenheit vermittelt und von einem Menschen ausgeht, dem man vertraut.

Gewalt gegen Männer ist tabuisiert

Dass auch Männer zu Opfern und Frauen zu Täterinnen werden können, wird gegenwärtig immer noch gesellschaftlich tabuisiert. Dieser Umstand erschwert es Männern über ihre Gewalterfahrungen zu sprechen und führt nicht selten zu geschlechtsspezifischen Identitäts- und Rollenkonflikten und langfristigen psychischen und somatischen Folgen.

Das Ev. Beratungszentrum ist Mitglied im Bochumer Netzwerk gegen Häusliche Gewalt. Unser Beratungsangebot richtet sich an alle Menschen, die von häuslicher Gewalt direkt oder indirekt betroffen sind. Speziell übernehmen wird  die Akutberatung von Männern, die im häuslichen Kontext Opfer von Gewalthandlungen geworden sind. Nach einem Polizeieinsatz nehmen wir pro-aktiv Kontakt mit den Geschädigten auf und bieten ihnen Unterstützung im Umgang mit ihrer Gewalterfahrung an.

Kontakt

Evangelisches Beratungszentrum
für Ehe-, Erziehungs- und Lebensfragen
Westring 26
44787 Bochum
Telefon 0234 9133391
Telefax 0234 9133199

Ihre Ansprechpartnerin

Manuela Sieg

Manuela Sieg
Leiterin des Evangelischen Beratungszentrums

Beratungsanfragen per Mail

Hilfe und Beratung auf einen Klick

Wenn Sie über das Internet zum Ev. Beratungszentrum Kontakt aufnehmen wollen, bieten wir Ihnen eine einfache und sichere Möglichkeit: www.evangelische-beratung.info/ebz-bochum
Dabei ist ein Höchstmaß an Datenschutz gewährleistet. Sie können sich auf die Vertraulichkeit und den Schutz Ihrer Privatsphäre verlassen.

Für organisatorische Anfragen wenden Sie sich bitte an: ebz@diakonie-ruhr.de

Schweigen brechen

Hier gibt es Informationen zur Aktion #schweigenbrechen des Bochumer Netzwerks gegen häusliche Gewalt.