Fachstelle Trauma

Trauriges Mädchen mit seiner Mutter im Beratungsgespräch

Die traumaspezifische Beratung richtet sich an Kinder und Jugendliche, die aufgrund von traumatischen Erfahrungen seelisch schwer belastet sind. Das gilt zum Beispiel für Kinder und Jugendliche, die

  • unter traumatisierenden Lebensbedingungen aufwachsen (Vernachlässigung, Misshandlung, Bindungstraumata),
  • sich in Inobhutnahme aufgrund von Lebensbedingungen in der der Herkunftsfamilie befinden (Pflegekinder, Kinder und Jugendliche in stationärer Jugendhilfe),
  • besonderen Belastungen ausgesetzt sind oder waren (wie Klinikaufenthalte, Trennung von den Eltern, Mobbing),
  • mit einem psychisch kranken, alkohol- oder drogenabhängigen Elternteil aufgewachsen sind,
  • Flucht, Krieg und Verfolgung erlebten,
  • ein Monotrauma erlebt haben (einmaliges Ereignis wie Unfall, Einbruch, Tod eines Angehörigen).
Die Ziele

Die Ziele

Ziel der traumaspezifischen Beratung ist eine möglichst frühzeitige emotionale und soziale Stabilisierung des jungen Menschen, die ihn befähigt, anstehende Entwicklungsaufgaben wieder altersgemäß zu bewältigen.

Im Sinne einer sekundären Prävention sollen chronifizierte Traumafolgestörungen und schwerwiegende posttraumatische Belastungsstörungen verhindert werden.

Die Angebote

Die Angebote

  • Emotionale Entlastung und Stabilisierung des Kindes oder Jugendlichen
  • Aufklärung und Beratung über Trauma und Traumafolgestörungen (Psychoedukation)
  • Unterstützung der Eltern und Bezugspersonen im Umgang mit traumatisierten und hochbelasteten Kindern
  • Gruppenangebote für Jugendliche und Kinder
  • Krisenintervention
  • Stärkung der Elternkompetenz
  • Elterngruppen
  • Beratung und Vermittlung von weitergehender therapeutischer Hilfe

Abhängig vom Alter kann der Schwerpunkt der Beratung bei dem jungen Menschen oder aber bei den Eltern beziehungsweise den Sorgeberechtigen liegen.

Auch Fachkräfte, die mit schwerstbelasteten Kindern und Jugendlichen arbeiten, erhalten fachliche Unterstützung in Form von

  • Fachberatung im institutionellen Handlungsfeld
  • Supervision im Einzelfall
  • Fortbildungsangebote zu Traumata und Traumafolgen
  • Vermittlung interkultureller Sichtweisen und methodischem Handwerkszeug
Das psychische Trauma

Das psychische Trauma

Reaktionen auf ein psychisches Trauma sind bei jedem Menschen unterschiedlich. Besonders Kinder und Jugendliche zeigen oft unspezifische Symptome, zum
Beispiel:

  • Unruhe, Nervosität, Schreckhaftigkeit
  • Angstzustände, Misstrauen
  • Schlafstörungen, Albträume und die Vermeidung von Ruhezuständen
  • Konzentrationsstörungen
  • Depressive Stimmungen, Interessenlosigkeit
  • Überangepasstes Verhalten
  • Reizbarkeit, aggressives Verhalten
  • auffälliges kindliches oder übertrieben reifes Verhalten
  • psychosomatische Beschwerden wie Kopf- und Magenschmerzen
  • selbstverletzendes Verhalten
  • Einnässen/Einkoten

Kontakt

Fachstelle Trauma
Ev. Beratungszentrum
Westring 26
44787 Bochum
Fon: 0234 9133-391
fachstelle-trauma@diakonie-ruhr.de

Ihre Ansprechpartnerin

Manuela Sieg

Manuela Sieg
Leiterin des Evangelischen Beratungszentrums

Die traumaspezifische Beratung steht kurzfristig zur Verfügung und kann auch als Krisenintervention nach einem akuten Ereignis angefragt werden.

Die genaue Hilfeplanung erfolgt nach einem Antrag auf Hilfe zur Erziehung mit dem zuständigen Jugendamt.

Die Antragstellung kann auf Wunsch durch die Fachstelle begleitet werden.

Flyer

Hier können Sie den Flyer der Fachstelle Trauma herunterladen. (PDF, 1,75 MB)