Fachstelle für minderjährige Flüchtlinge mit Traumatisierungserfahrung

Sad ethnic teen girl outside

Die Fachstelle ist eine Beratungseinrichtung für minderjährige Geflüchtete, die aufgrund von traumatischen Erfahrungen seelisch stark belastet sind.

Das Angebot richtet sich an minderjährige Kinder und Jugendliche, die Symptome einer psychischen Traumatisierung aufweisen und unbegleitet oder mit ihren Familien in Bochum leben, sowie an deren Angehörige und Kontaktpersonen.

Unser Angebot umfasst

Unser Angebot umfasst

  • Emotionale Entlastung und Stabilisierung des Kindes oder Jugendlichen
  • Aufklärung und Beratung über Trauma und Trauma­folgeerscheinungen
  • Gruppenangebote
  • Unterstützung der Eltern im Umgang mit ihrem traumatisierten Kind
  • Stärkung der Elternkompetenz durch Elterntrainings
  • Beratung und Vermittlung von weitergehenden therapeutischen Hilfen

Für Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen, Schulen, Einrichtungen der Jugendhilfe und der Flüchtlingshilfe bieten wir:

  • Fallbesprechungen/Supervision
  • Fortbildungsangebote
  • Interkulturelle Fachberatung
  • Hilfe nach belastenden Gesprächen
Was ist eine traumatische Erfahrung?

Was ist eine traumatische Erfahrung?

Eine traumatische Erfahrung kann eine bedrohliche Gewalterfahrung, eine schwere körperliche Verletzung, eine Konfrontation mit verletzten oder verstümmelten menschlichen Körpern, der gewaltsame oder plötzliche Verlust einer Bezugsperson, die Zeugenschaft oder Kenntnis von Gewalt an einer geliebten Person, eine Vergewaltigung oder die vermeintliche Schuld am Tod oder schwerer Verletzung Anderer sein.

Um langfristige Störungen der Entwicklung von geflüchteten Kindern und Jugendlichen mit traumatischen Erlebnissen zu verhindern, bedarf es deshalb einer Einschätzung des Traumatisierungsgrades und infolgedessen eine altersspezifische und dem Entwicklungsstand angemessene therapeutische Behandlung.

Die Reaktion auf ein psychisches Trauma ist bei jedem Menschen unterschiedlich. Dies gilt auch für Kinder und Jugendliche – und sogar Fachkräfte, die mit den Erlebnissen ihrer Klienten konfrontiert werden.

Gerade wenn die akute Gefahr vorbei ist und eine äußere Sicherheit hergestellt ist, kann bei Betroffenen die Auseinandersetzung mit dem Erlebten beginnen.

Mögliche Symptome sind:

  • Angstzustände
  • Schlafstörungen, Alpträume
  • Konzentrationsstörungen
  • Unruhe, Nervosität, Schreckhaftigkeit
  • Sozialer Rückzug
  • Depressive Stimmung
  • Überangepasstes Verhalten
  • Aggressives Verhalten
  • Kleinkindliches Verhalten / erwachsenes reifes Verhalten
  • Psychosomatische Beschwerden (Kopf-,Magen-, Rückenschmerzen)
  • Selbstverletzendes Verhalten
  • Einnässen/Einkoten

Kontakt

Fachstelle Trauma
Ev. Beratungszentrum
Westring 26
44787 Bochum
Fon: 0234 9133-391
fachstelle-trauma@diakonie-ruhr.de

Ihre Ansprechpartnerin

Fachstelle für minderjährige Flüchtlinge mit Traumatisierungserfahrung

Judith Greiß

Die Beratung erfolgt je nach Alter und Situation mit Einverständnis der Eltern/des Vormundes oder des Jugendlichen selbst.

Das Beratungsangebot ist kostenlos, unterliegt der Schweigepflicht und ist unabhängig von Konfession und Nationalität. Falls wenig oder keine Deutschkenntnisse vorhanden sind, kann die Fachstelle für die Beratung einen Dolmetscher bestellen. Bedarf bitte bei der Anmeldung angeben.

Die Anmeldung erfolgt telefonisch oder per E- Mail.