Internetzugang für eine umfassende Teilhabe

Ein Bewohner des Kinderhauses Bochum surft mit seinem Tablet.
Ein Bewohner des Kinderhauses Bochum surft mit seinem Tablet.

17. November 2020

Diakonie Ruhr installiert WLAN in Einrichtungen der Behindertenhilfe. Förderung durch die Aktion Mensch

Die fortschreitende Digitalisierung erfordert für eine umfassende Teilhabe in allen Lebensbereichen einen Zugang zum Internet. Die Diakonie Ruhr hat deshalb in stationären und ambulanten Einrichtungen ihrer Behindertenhilfe WLAN eingerichtet oder ausgebaut, damit Bewohnerinnen und Bewohner, Nutzerinnen und Nutzer sowie Mitarbeitende für dienstliche Zwecke das Internet flächendeckend auf mobilen Geräten nutzen können. Das Projekt wird von der Aktion Mensch mit Zuschüssen aus dem Förderprogramm „Internet für alle“ von insgesamt rund 60.000 Euro unterstützt.

Mit Hilfe der Förderung wurden in den Räumen des Fachdiensts Betreutes Wohnen an drei Standorten, der Tagesstätte für Menschen mit einer psychischen Erkrankung, den Einrichtungen des Wohnverbunds Psychiatrie, dem Wohnheim Hustadtring für chronisch mehrfachbeeinträchtigte alkoholabhängige Menschen, dem Kinderhaus sowie dem Wohnheim Wasserstraße Router und Access Points installiert. Bewohnerinnen und Bewohner bzw. Nutzerinnen und Nutzer können sich mit ihren eigenen mobilen Endgeräten in das Drahtlosnetzwerk einwählen. „Wir hatten vorher nur ein schwach laufendes Netz“, erklärt Dirk Felske, der als Einrichtungsleiter im Wohnverbund Psychiatrie für das Wohnheim Maximilian-Kolbe-Straße und das Rudolf-Hardt-Haus zuständig ist. „Jetzt haben wir ein stabiles Netz, das den größten Teil der Einrichtung abdeckt und auch in den Bewohnerzimmern funktioniert.“

In einigen stationären Einrichtungen stehen zudem Tablets zur Verfügung, die sich Bewohnerinnen und Bewohner ausleihen können. Sie wurden während der ersten Corona-Welle kurzfristig durch die Förderstiftung der Diakonie Ruhr „RuhrStifter“ angeschafft, damit Bewohnerinnen und Bewohnern zur Zeit der Besuchsverbote per Videotelefonie mit Angehörigen und Freunden kommunizieren konnten.

Mit den Mitteln aus dem Programm der Aktion Mensch organisieren die geförderten Einrichtungen außerdem Schulungen. Darin lernen Bewohnerinnen und Bewohner sowie Nutzerinnen und Nutzer den sicheren Umgang mit Smartphone und Internet. In den Kursen geht es neben einer Heranführung an die Technik um Medienkompetenz sowie die Möglichkeiten und Risiken der Internetnutzung.

„Gleichberechtigte und selbstbestimmte Teilhabe in der Gesellschaft schließt die Nutzung der digitalen Möglichkeiten mit ein“, betont Marita John, Leiterin des Fachbereichs Behindertenhilfe der Diakonie Ruhr. „Die Digitalisierung bietet Menschen mit Behinderung viele neue Chancen, ihr Leben zu gestalten.“

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