Fachseminar für Altenpflege wird zur Pflegeschule Witten

Team Fachseminar für Altenpflege
Marion Hohmann leitet die Pflegeschule Witten der Diakonie Ruhr gGmbH.

27. Dezember 2019

2020 startet die neue generalistische Pflegeausbildung. Erster Kurs beginnt am 1. April

Das Fachseminar für Altenpflege wechselt zum 1. Januar 2020 innerhalb des Unternehmensverbundes die Trägerschaft und gehört künftig zur Holding Diakonie Ruhr gGmbH. Gleichzeitig ändert es seinen Namen und heißt künftig „Pflegeschule Witten“. Damit wird der Umstellung auf die neue generalistische Ausbildung zur Pflegefachfrau/zum Pflegefachmann Rechnung getragen, die 2020 startet. Dazu drei Fragen an Schulleiterin Marion Hohmann.

Was ändert sich?
Marion Hohmann: 2020 startet die neue Pflegeausbildung, die der Bundestag im Pflegeberufereformgesetz beschlossen hat. Sie fasst die bisherigen Ausbildungsgänge in der Alten-, Kranken- und der Kinderkrankenpflege zu einer Ausbildung zusammen. Künftige Absolventen mit dem Berufsabschluss Pflegefachfrau bzw. Pflegefachmann können gleichwertig in allen Versorgungsbereichen eingesetzt werden. An unserer Schule startet der erste Kurs am 1. April 2020 mit der neuen Ausbildung. Für alle, die sich bereits in der Ausbildung befinden, ändert sich nichts. Sie beenden ihre Ausbildung wie geplant nach dem bisherigen Modell.

Warum wird die neue Ausbildung eingeführt?
Marion Hohmann: Die Anforderungen an die Pflege haben sich verändert. Eine Ausbildung in nur einem Versorgungsbereich ist nicht mehr zeitgemäß. Pflegefachfrauen und -männer können flexibel in allen Versorgungsbereichen eingesetzt werden. Das Berufsbild wird aufgewertet – Pflegefachkräfte tragen Verantwortung im Rahmen der vorbehaltenen Aufgaben und dürfen mehr eigenständig entscheiden. Außerdem ist die neue Ausbildung EU-weit anerkannt. Das alles macht den Pflegeberuf attraktiver und wirkt dem Fachkräftemangel entgegen.

Welche Chancen und Vorteile bietet die neue Ausbildung für die Diakonie Ruhr?
Marion Hohmann: Wir müssen auf Ausbildung setzen, um den Fachkräftemangel zu stoppen. Ohne Ausbildung wird uns das nicht gelingen. In der generalistischen Ausbildung sind Pflichteinsätze in mehreren Einrichtungen und unterschiedlichen Versorgungsbereichen vorgeschrieben. Daher werden deutlich mehr Auszubildende als bisher Praxiseinsätze in unseren Einrichtungen absolvieren. Gleichzeitig wird der Stellenwert der Praxisanleitung gestärkt. Die Einrichtungen können durch gute Ausbildungsqualität und attraktive Arbeitsbedingungen überzeugen. Das wird ausschlaggebend sein, wenn sich die Absolventen nach ihrem Abschluss für einen Arbeitgeber entscheiden.

Weitere Informationen: www.diakonie-ruhr.de/pflegeschule

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