Ein starkes „Team für hier“ gestaltet die Stadt lebenswerter

Empfang zum Buß- und Bettag 2018
Die „Team für hier“-Band begeistert mit dem eigens für die Kampagne komponierten „Team für hier“-Song.

23. November 2018

Über 10.000 Menschen in Diakonie und Kirche leisten in Bochum Dienst am Nächsten. Buß- und Bettagsempfang zeigt Bandbreite auf

Was auch passiert. Wir sind da. Diakonie Ruhr und Ev. Kirche in Bochum sind das „Team für hier“ – eine starke Gemeinschaft, die sich in gesellschaftliche Fragen einbringt und durch unzählige Stunden Dienst am Nächsten, die Mitarbeitende in Haupt- und Ehrenamt leisten, dazu beiträgt, die Stadt lebenswert zu gestalten. Das wurde beim Buß- und Bettagsempfang der Diakonie Ruhr deutlich.

„Ohne die Felder, auf denen Diakonie und Kirche tätig sind, könnte der Anspruch, dass Bochum eine soziale Stadt ist, nicht realisiert werden“, sagte Bürgermeisterin Erika Stahl in ihrem Grußwort. „Die Angebote tragen dazu bei, dass unsere Gesellschaft nicht so kalt ist, wie immer gesagt wird.“

Praxisbeispiele aus den Arbeitsfeldern machten auf unterhaltsame Weise anschaulich deutlich, wie vielfältig diakonische Arbeit in Bochum ist. Ein ehemals obdachloser Jugendlicher und eine von der Ev. Stiftung Overdyck betreute junge Mutter mit zwei kleinen Kindern erzählten, wie ihnen die Jugendhilfe neue Perspektiven für eine positive Zukunft eröffnet hat. Zwei Mitarbeiterinnen berichteten, wie erfüllend die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen trotz aller Schwierigkeiten im alltäglichen Zusammenleben von ihnen empfunden wird.

Die Behindertenhilfe präsentierte mit der äußerst erfolgreichen Müllkammerbox „Design made in Bochum“, so Diakonie-Ruhr-Geschäftsführer Jens Koch. Das Vorzeigeprodukt der Werkstatt Constantin-Bewatt ist zudem ein Paradebeispiel für Teamarbeit, wie Gruppenleiter Ulrich Beier betonte. „Anfangs ängstliche und unselbständige Beschäftigte mit Behinderung entwickelten sich zu selbstbewussten Persönlichkeiten und arbeiten heute nahezu eigenständig“, sagte er. „Das zeigt: Auch mit Handicap kann im Team und mit dem Team alles erreicht werden.“

Die Altenhilfe führte mit Kommunikationsroboter Pepper ein Musterbeispiel für Innovation vor. Der kindsgroße humanoide Roboter stand im Interview mit Jens Koch Rede und Antwort zu seinen Fähigkeiten. Um künftige Einsatzmöglichkeiten im Altenheim auszuloten, hat sich die Diakonie Ruhr der Arbeitsgruppe humanoide Robotik in der Altenpflege angeschlossen, erläuterte Projektleiter Robert Hirtes. Deshalb wird Pepper in Kürze ein Praktikum in Bochumer Jochen-Klepper-Haus antreten. Dabei soll auch getestet werden, wie Bewohner und Mitarbeitende auf den Roboter reagieren. Beim Empfang entpuppte sich das künftige Teammitglied bereits als heimlicher Liebling vieler Gäste: Zahlreiche Teilnehmer bestaunten den Roboter schon am Eingang und traten mit ihm in Dialog.

Für Begeisterung im voll besetzten Atrium der Stadtwerke Bochum sorgte die „Team für hier“-Band aus Mitarbeitenden der Diakonie Ruhr und Musikern aus dem Kirchenkreis, die mit mehreren tollen Auftritten das Programm auflockerte. Beim eigens für die gemeinsame Kampagne komponierten „Team für hier“- Song, einem Lied mit Ohrwurmcharakter, klatschten die Gäste begeistert mit, einige fingen sogar an zu tanzen. Selbst Roboter Pepper begann im Hintergrund der Bühne zaghaft, Kopf und Arme im Takt der Musik zu bewegen.

David Eißler von der Agentur „Gute Botschafter“, die das Motto und die gemeinsame Kampagne von Diakonie und Kirche in Bochum entwickelt hat, stellte die Idee vor. „Wir wollen an praktischen Beispielen deutlich machen, dass Diakonie und Kirche zusammengehören“, erklärte er. Deshalb zeigen die Motive, die unter anderem auf Großplakaten und auf einer Straßenbahn der Bogestra zu sehen sind, jeweils zwei Menschen nebeneinander, die in ganz unterschiedlichen Bereichen arbeiten. „Aber: Sie arbeiten an einer gemeinsamen Sache.“

Geschäftsführer Jens Koch verwies in seiner Ansprache sowohl auf den Leitspruch der Diakonie Ruhr („Einander annehmen, so wie Christus uns angenommen hat“) als auch auf das Kampagnen-Motto „Was auch passiert. Wir sind da“: „Darin kommt unser Anspruch zum Ausdruck.“ Über 10.000 Menschen engagieren sich in Bochum haupt- und ehrenamtlich in evangelischer Kirche und Diakonie, erläuterte Superintendent Dr. Gerald Hagmann, der für den Empfang extra von der Landessynode in Bielefeld gekommen war. „Damit machen wir deutlich sichtbar, was Jesus uns vorgelebt hat.“

Bei der Gelegenheit begrüßte der Superintendent noch einmal ausdrücklich Jens Koch als neues Teammitglied, den er bereits im September beim Mitarbeitendenfest in sein Amt als Geschäftsführer der Diakonie Ruhr eingeführt hatte. Jens Koch leitet das Unternehmen seit Anfang des Jahres gemeinsam mit Werner Neveling, der aus gesundheitlichen Gründen an dem Empfang nicht teilnehmen konnte.

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Bilderstrecke: Impressionen vom Buß- und Bettagsempfang

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