Schwere Beine, steife Finger und Gelenke, das Sichtfeld eingeschränkt: wie sich das Alter anfühlt, konnten Besucher am Stand der Diakonie Ruhr beim Still-Leben A 40 erfahren. Der rote Spezialanzug Age Explorer® wurde trotz der sommerlichen Temperaturen von vielen Besuchern ausprobiert.
„Der Anzug macht jeden auf einen Schlag alt. So können sich Jüngere in die Situation von Senioren hineinversetzen und haben mehr Verständnis, wenn es im Alltag einmal länger dauert“, sagte Barbara Reddigau, Leiterin des Jochen-Klepper-Haus in Bochum-Hiltrop. Kollegen aus allen Einrichtungen der Altenhilfe waren vor Ort erklärten den Besuchern das Projekt. Eingenähte Gewichte an den Beinen des Anzuges und Bandagen um die Gelenke machten es sehr schwer, kleine Bewegungen auszuführen oder etwas vom Boden aufzuheben.
„Die Farben auseinanderzuhalten ist fast unmöglich“, wunderte sich ein Besucher. „So ist es im Alter“, bestätigten die Fachkräfte aus der Pflege am Stand der Diakonie Ruhr und AnnetteEinhaus vom Meyer-Hentschel-Institut, die den Age Explorer® zur Verfügung stellte.
Die Diakonie Ruhr war mit drei Tischen in Bochum-Hamme beim Still-Leben präsent. Als weitere Aktionen vom Ev. Kinder- und Jugendheim Overdyck fanden Tanzeinlagen, Kinderschminken, das Basteln von Luftballonfiguren und Gesellschaftsspiele statt. Die Werkstatt Constantin baute einen Wahrnehmungsparcours auf, an dem Besucher mit verbundenen Augen verschiedene Werkstoffe erkennen und dazu kleine Aufgaben lösen konnten.




