Stempel 40 Jahre FSA

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Fachseminar erinnert an Hedwig Hölper

Hedwig Hölper, erste Leiterin des Fachseminars für Altenpflege

Innerhalb seiner 40-Jahr-Feiern hat das Fachseminar für Altenpflege in Witten auch seiner ersten Leiterin gedacht: Diakonisse Hedwig Hölper. Die 1908 in Werne geborene Bochumerin führte die damals neue Ausbildungsstätte zwei Jahre lang, bis sie 1973 in den verdienten Ruhestand (=„Feierabend“) ging. Das Fachseminar erinnert nun an Schwester Hedwig in seinem Eingangsbereich: In einem schmucken Rahmen hängt ihr Lebenslauf - sie starb im Jahr 2001 - zusammen mit einem fröhlichen Foto von ihr aus dem Jahr 1993.

Dieses Foto machte der inzwischen verstorbene Profi-Fotograf Reinhold Marquardt aus Lüdinghausen, der im Auftrag der Evangelischen Darlehnsgenossenschaft Münster das Leben im damaligen Diakoniewerk Ruhr in ausgesuchten Bereichen ablichtete. Er fotografierte Schwester Hedwig in ihrem Apartment im Feierabendhaus 3 mit ihrem Lieblingsinstrument, das sie mit 85 Jahren immer noch spielen konnte – natürlich mit Gesang.

Nun begrüßt die freundliche Diakonisse mit ihrer Gitarre per Foto alle Besucher des Fachseminars, genauso wie es an derselben Wand Albert Schweitzer mit Foto und Biografie tut. Denn 2007 zog die Altenpflege-schule in das nach ihm benannte ehemalige Ärztewohnheim. Auch der Friedensaktivist, Arzt und Theologe war Musiker: Er spielte bekannt-lich Orgel und hat eine richtungsweisende Arbeit über Johann Sebastian Bach geschrieben.

Doch zurück zur Vita von Hedwig Hölper: Erst im Alter von 28 Jahren konnte sie sich 1937 ihren Wunsch verwirklichen, als Diakonisse dem Wittener Mutterhaus beizutreten. Die Probe- und Ausbildungsjahre fielen jedoch in eine unruhige und zerstörerische Zeit. Nach der Ausbildung zur Kindergärtnerin und Hortnerin wurde sie 1941 in den Kindergarten nach Marl gesandt, anschließend arbeitete sie bis 1946 im Kindergarten von Lünen-Brambauer. 1942 wurde Schwester Hedwig in das Amt der Diakonisse eingesegnet.

Um die Einsatzmöglichkeiten der Schwestern zu erweitern, wurde damals vom Wittener Mutterhaus neben der pädagogischen auch eine pflegerische Grundausbildung vermittelt. So „ausgerüstet“ konnte Schwester Hedwig von 1947 bis 1950 den Dienst als Gemeindeschwester in Bochum-Stiepel übernehmen. 1950 bis 1958 war sie dann im Auftrag des Mutterhauses im Kindererholungsheim im fernen Brilon-Gudenhagen tätig.

Dieses Heim gehörte der Bochumer Firma Küppersbusch. Man wollte, dass die Nachkriegskinder aus dem Ruhrgebiet sich in der guten Luft des Sauerlandes erholten und nachhaltige Gemeinschaft erlebten. Die fröhliche, musikalische und jung gebliebene Schwester fand inmitten der vielen Kinder und Mitarbeiter ihren Platz. Mit schwerem Herzen hat sie nach acht Jahren ihre Dienststelle zurückgelassen, als sie im Mutterhaus für die Betreuung der jungen Schwestern, der Diakonischen Helferinnen und in der Pflegevorschule gebraucht wurde. Am Ende ihrer Lebensarbeitszeit stemmte sie dann noch ab dem 1. April 1970 zwei Jahre lang die neue Aufgabe als Schulleiterin für einen neu geschaffenen Beruf.

Heute ist das Fachseminar für Altenpflege Teil des Diakonischen Bildungszentrums unter dem Dach der Diakonie Ruhr. Es bietet eine drei- und eine einjährige Ausbildung im Bereich der Altenpflege an.

Bilderstrecke: Fachseminar erinnert an Hedwig Hölper

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Diakonisse Hedwig Hölper, erste Leiterin Fachseminar für Altenpflege
Auch im Feierabendhaus spielte und sang Schwester Hedwig noch gerne zur Gitarre.
Diakonisse Hedwig Hölper, erste Leiterin Fachseminar für Altenpflege Diakonisse Hedwig Hölper, erste Leiterin Fachseminar für Altenpflege