Das Bochumer Qualifizierungsprojekt Kirina e.V. und die Diakonie Ruhr ziehen nach drei Jahren eine durchweg positive Bilanz des Patenprojekts. Die ersten Schülerinnen und Schüler traten zum 1. August 2007 und zum 1. September 2007 ihre Ausbildungsstelle an. Mit Unterstützung der PatInnen haben sie nun ihre Abschlussprüfungen erfolgreich bestanden.
Seit dem Start im April 2007 unterstützen und begleiten 32 Patinnen und Paten 34 Jugendliche auf ihrem Weg in und durch die Ausbildung. Die Paten engagieren sich ehrenamtlich, stellen unter anderem den Kontakt zu den Ausbildungsbetrieben her und pflegen einen sehr engen Kontakt zu den Ausbildungsleitern im Betrieb. „Das Patenprojekt zeigt, wie erfolgreich bürgerschaftliches Engagement sein kann“, sagt Peter Scheffler, Vorstand der Diakonie Ruhr.
Die Aufgaben der PatInnen sind unter anderem ein freundschaftlicher Kontakt zu den Jugendlichen herzustellen, Hilfestellung bei Bewerbungen und bei der Suche nach Arbeits- und Ausbildungsstellen zu geben, Kontakte zum Ausbildungsbetrieb und zur Berufsschule herzustellen, um bei Problemen frühzeitig eingreifen zu können. Ich bin mir sicher, dass eine Patenschaft nicht nur für die Jugendlichen sehr wichtig ist, sondern auch für die ehrenamtlichen PatInnen eine bereichernde und wichtige Erfahrung ist", erklärt Kirina-Geschäftsführer Lothar Schwachenwalde.
Das Angebot richtet sich an Bochumer SchülerInnen, die in der Zeit vor und während ihrer Ausbildung von ehrenamtlichen PatInnen begleitet werden möchten. Schon während der Schulzeit nehmen die PatInnen Kontakt zu den Jugendlichen auf und begleiten diese dann bis zum Ende ihrer Ausbildung.
Im Frühjahr 2010 geht das Projekt in die nächste Runde und wendet sich zunächst:
- an junge Menschen der Volkshochschule Bochum, die dort ihren nachträglichen Hauptabschluss oder ihre Fachoberschulreife absolvieren
- an AbschlussschülerInnen der Werner-von-Siemens-Hauptschule in Bochum,
- an SchülerInnen der Willy-Brandt-Gesamtschule in Bochum
Jede Patin und jeder Pate wird in einem Einführungsseminar auf die Aufgaben vorbereitet. Danach werden sie in ihrer Arbeit in regelmäßig stattfindenden Treffen begleitet und fortgebildet. Zur Unterstützung ihrer Aufgaben steht ihnen ein Netzwerk von Ansprechpartnern aus Jugendamt, Arbeitsagentur und Beratungsstellen zur Verfügung. In Essen, Recklinghausen, Gelsenkirchen, Dortmund, sowie in vielen anderen Städten in NRW bestehen ebenfalls erfolgreiche Patenprojekte.
Träger des Bochumer Patenprojektes ist Kirina e.V., ein Beschäftigungs- und Qualifizierungsprojekt der Evangelischen Kirchengemeinde Bochum-Werne, die eng mit der Diakonie Ruhr zusammenarbeitet. Weitere Kooperationspartner sind: Arge/Agentur für Arbeit Bochum, Jugendamt Bochum, IHK, Bochumer Firmen und Unternehmen.
Die Beteiligten des Projekts suchen ab sofort weitere ehrenamtliche Patinnen und Paten, die in dem Projekt mitarbeiten möchten. Dabei gibt es keine formalen Voraussetzungen. Die zukünftigen Paten müssen jedoch bereit sein, für einen Zeitraum von drei bis vier Jahren in dem Projekt mitzuarbeiten und sich in dieser Zeit für eine(n) Jugendliche(n) fördernd einzusetzen. Es wird keine pädagogische Ausbildung vorausgesetzt. Von den PatInnen werden keine schon bestehenden Kontakte zu potentiellen Ausbildungs- und Arbeitsstellen erwartet (auch wenn diese Kontakte sicherlich hilfreich wären)
Zum Foto von Barbara Zabka: Gruppenbild mit Paten (von links): Peter Scheffler (Vorstand Diakonie Ruhr), Grit Ohler (Kirina e.V.), Lothar Schwachenwalde (Geschäftsführer Kirina e.V.) und Erhard Wodara (Schulleiter der Werner-von-Siemens-Schule) mit Jugendlichen und ihren Paten.
Kontakt für weitere Informationen und für interessierte zukünftige Paten:
Kirina e.V.
Grit Ohler/ Lothar Schwachenwalde
Tel. 0234/ 922 190
Email:ohler@kirina-bochum.de oder schwachenwalde@kirina-bochum.de
