Pioniere der Behindertenhilfe verabschiedet

Veranbschiedung Appinger Münstermann
Ulrich Appinger (l.) und Jürgen Münstermann nehmen Abschiedsgrüße der Kollegen entgegen, hier von Marion Zillka.

2. Juni 2017

Die Einrichtungsleiter Ulrich Appinger und Jürgen Münstermann treten in den verdienten Ruhestand

Zahlreiche aktive und ehemalige Kollegen, Freunde und Weggefährten aus Diakonie, Kirche und Kooperationspartner haben bei einem Empfang mit Ulrich Appinger, Leiter der Wohnheims Maximilian-Kolbe-Straße, und Jürgen Münstermann, Leiter des Ruhrlandheims, zwei Pioniere im Bereich Hilfen für Menschen mit Behinderung in Bochum in den verdienten Ruhestand verabschiedet.

„Die Namen der beiden Herren sind untrennbar mit ihren Einrichtungen verbunden“, sagte Werner Neveling, Geschäftsführer der Diakonie Ruhr, in seinem Grußwort. „Sie haben für die Entwicklung der Behindertenhilfe in Bochum einen entscheidenden Beitrag geleistet.“ Auch Marita John, Geschäftsführerin der Diakonie Ruhr Wohnen, und Prokurist Frank Schöpper würdigten die beiden scheidenden Einrichtungsleiter in ihrer Ansprache als gestandene Profis, die das Unternehmen geprägt haben, wichtige tragende Säulen und Konzeptträger – und darüber hinaus als ausgesprochen liebenswerte Kollegen.

Ulrich Appinger, Jahrgang 1956, ist geboren und aufgewachsen in Stuttgart. Er studierte in Braunschweig-Wolfenbüttel Sozialarbeit und war anschließend im Sozialpsychiatrischen Dienst Braunschweig tätig. 1988 kam Ulrich Appinger, der schon mit einer Pfarrerstochter aus Bochum verheiratet war, ins Ruhrgebiet und übernahm die Einrichtungsleitung des Wohnheims Maximilian-Kolbe-Straße. Das Wohnangebot wurde ab 1996 kontinuierlich erweitert und differenziert. Am Stadion und am Springerplatz wurden zusätzliche Außenwohngruppen geschaffen. Dazu kamen dezentrale Plätze in einzelnen Wohnungen, ambulante Angebote und der Neubau des Rudolf-Hardt-Hauses – die Einrichtungen entwickelten sich zu einem Wohnverbund weiter.

Im Ruhestand will sich der Vater von drei erwachsenen Kindern verstärkt seinen Hobbys widmen – dazu gehören Theater, Konzerte und die Musik. Außerdem wird er im kommenden Jahr seinen Wohnort von Herne nach Bochum verlegen. Als Nachfolger wird Dirk Felske, Leiter des Rudolf-Hardt-Hauses, künftig als Wohnverbundsleiter beide Einrichtungen des Wohnverbunds Psychiatrie in Bochum-Mitte leiten.

Jürgen Münstermann, ebenfalls Jahrgang 1956, ist geboren und aufgewachsen in Duisburg. Nach dem Psychologiestudium in Bochum war er als Dozent und in der Beratung in der Behindertenhilfe tätig. 1991 kam er als ABM-Kraft zur Inneren Mission – Diakonisches Werk Bochum mit dem Auftrag, das Ruhrlandheim aufzubauen. Es wurde 1994 eröffnet. Jürgen Münstermann übernahm die Einrichtungsleitung. Seitdem wurde die Einrichtung für Menschen mit geistiger Behinderung kontinuierlich erweitert und die Betreuungskonzepte fachlich weiterentwickelt. Dazu gehörten zum Beispiel die Tagesstruktur und die Einrichtung von Außenwohngruppen.

Der Vater von zwei Kindern im Teenageralter möchte im Ruhestand mehr Zeit mit der Familie verbringen, am Haus werkeln und der Wanderlust frönen. Nachfolger als Einrichtungsleiter des Ruhrlandheims wird Frank Lettermann.

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Bilderstrecke: Impressionen vom Empfang

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